StartseiteWelt-Aids-Konferenz 2008


In diesem Jahr findet die 2-jährliche Welt-Aids-Konferenz vom 03. - 08.08 in Mexico City statt.

Aus diesem Anlaß finden Sie ab dem Beginn der Konferenz dieses Webblog, in dem ich (sofern technisch möglich) "live" von der größten Konferenz der Welt, die sich mit HIV/AIDS befasst, berichten werde.

Bereits jetzt und auch während und nach der Konferenz finden sich viele Informationen (in englischer Sprache) auch auf der Website der Konferenz unter www.aids2008.org.

Holger Pfister
Redaktion

ACHTUNG, WICHTIGER HINWEIS ZU LINKS IN DEN MELDUNGEN:

Alle relevanten Links zu den Meldungen sind (falls enthalten) immer in der Überschrift des jeweiligen Eintrags hinterlegt. Sie können an der Farbe der Überschrift erkennen, ob dort ein Link hinterlegt ist.

Nur wenn die Überschrift BLAU ist, ist dort ein anklickbarer weiterführender Link hinterlegt!




Samstag, 9. August 2008 - 14:22 Uhr
Beendigung des Web-Blogs zur Welt-Aids-Konferenz

Mit dem offiziellen Abschluss der diesjährigen XVII. Welt-Aids-Konferenz in Mexico City endet auch die Berichterstattung über dieses Web-Blog.

Wir hoffen, das wir Ihnen mit den Texten und Bildern auch wenn Sie nicht "dabei" sein konnten, zumindest einen kleinen Eindruck von der Konferenz vermitteln konnten.

Bis zum nächsten mal in zwei Jahren in Wien/Österreich.

Das Team von hiv-facts.net

Samstag, 9. August 2008 - 14:18 Uhr
XVII. Welt-Aids-Konferenz beendet

Gestern ging die 17. Welt-Aids-Konferenz in Mexico City zu Ende.

Es gab viele hoffnungsvolle Ansätze für neue Wege in der HIV-Therapie. Doch leider läßt der große Durchbruch in der Bekämpfung der Pandemie weiter auf sich warten.

Trotzdem sind die Welt-Aids-Konferenzen nach wie vor wichtig, denn sie dienen ja nicht nur dem Wissenaustausch, sondern vor allem auch dem Treffen von Menschen aus aller Welt, die im Kampf gegen HIV vereint sind.

Mit dem offiziellen Ende der Konferenz trat auch der neue Präsident der Internationalen Aidsgesellschaft, Dr. Julius Montaner aus Vancouver/Kanada sein Amt an.

Dr. Montaner arbeitet seit vielen Jahren an der Universität von Vancouver/Kanada an der Erforschung von HIV. Er ist in vielen Bereichen aktiv und war bereits bei der Aids-Konferenz 1996 in Vancouver an der Ausrichtung der damaligen Konferenz massgeblich beteiligt.

Gleichzeitig wurde Dr. Elly Katabira aus Uganda zum neuen Präsidenten der IAS gewählt. Herr Dr. Katabira ist der erste gewählte Präsident der Internationalen Aids Gesellschaft aus Afrika.

Dr. Katabira wird das Amt des Präsidenten in zwei Jahren, am Ende der Konferenz in Wien, von Dr. Montaner übernehmen.

Der obige, blau unterlegte Link für zur Wiedergabe der Abschlussveranstaltung der Welt-Aids-Konferenz.

Donnerstag, 7. August 2008 - 22:04 Uhr
Zahl der Neuinfektion mit HIV steigt weltweit weiter an

Die Zahl der weltweiten Neuinfektion mit HIV steigt trotz aller Präventionsbemühungen weiter an.

Ganz besonders auffallend ist dabei die besonds starke Zunahme der Neuinfektionen von homosexuellen Männern.

Aber auch die Zahl der sich neu mit HIV infizierenden Frauen nimmt weiter zu. So schätzt man, das mittlerweile ca. die Hälfte aller mit HIV infizierten Menschen weltweit weiblichen Geschlechts sind.

Angesichts dieser Zahlen frage ich mich allerdings, was die vielen weltweiten Präventionskampagnen erreichen.

Auch in Deutschland stieg die Zahl der Neuinfektionen im letzten Jahr um über 2700 Faelle an.

Es scheint, als ob gerade im homosexuellen Präventionsbereich die bisherigen Kampagnen nicht wirklich wirkungsvoll sind.

Fazit: Der Kampf gegen HIV und AIDS ist noch lange nicht vorbei und erfordert weiterhin den ganzen Einsatz aller an diesem Thema interessierten.

Donnerstag, 7. August 2008 - 15:53 Uhr
Experten fordern Ende der Reisebeschränkungen für HIV+

Internationale Experten fordern ein Ende der Reise- und Einwanderungsbeschränkungen für Menschen mit HIV.

Auf der Welt-Aids-Konferenz befassen sich viele Vorträge auch mit den leider immer noch weltweit vorhandenen Vorurteilen zur Übertragung von HIV und den damit verbundenen Reise- und Einwanderungsbeschränkungen.

UNAids, die für HIV/AIDS zuständige Unterorganisation der Vereinten Nationen, hat deshalb eine Expertengruppe gebildet, die sich verstärkt diesem Thema widmen soll und für die Aufhebung dieser Diskriminierung kämpfen soll.

Heute, Stand August 2008, haben noch 67 Länder rund um die Welt Einreisebeschränkungen und/oder verhindern die Einwanderung von Menschen mit HIV.

In vielen Vorträgen wurde deutlich gemacht, dass diese Beschränkungen keinerlei Schutz der einheimischen Bevölkerung vor HIV bieten. Konkret bedeuten sie oftmals eher eine Gefahr für die oft illegal eingewanderten Migranten.

Diese suchen oft aus Angst vor Entdeckung und Abschiebung keinen Arzt auf und werden daher auch nicht behandelt.

Auch gabe es deshalb bereits Todesfälle, da z. B. Immigranten die in Abschiebehaft sitzen (oft mehrere Monate, manchmal sogar Jahre) keinerle antiretrovirale Therapie erhalten.

Kurios ist in diesem Zusammenhang auch eine Meldung aus dem Golf-Staat Qatar vom Juli 2008:

Dort sind alle Arbeitgeber die ausländische Arbeitskräfte einstellen verpflichtet, diese innerhalb von 3 Tagen ärztlich untersuchen zu lassen. Allerdings unterlassen besonders Familien, die z. B. ausländische Haushaltshilfen einstellen, diese Untersuchung sehr oft.

Nachdem nun einige Fälle einer HIV-Infektion unter diesen Haushaltshilfen bekannt geworden sind, gibt es eine große öffentliche Angst davor, dass diese Menschen z. B. Familienmitglieder des Arbeitgeber anstecken könnten.

Dieses schockierende Beispiel macht leider wieder einmal deutlich, wie wenig immer noch die Ansteckungswege von HIV bekannt sind. Auch mehr als 25 Jahre nach Beginn der HIV-Pandemie halten sich vollkommen unbegründete Ängste in großen Teilen der Weltbevölkerung immer noch hartnäckig.

Sicherlich darf man sich in diesem Zusammenhang dann auch nicht über Diskriminierung und soziales Stigma von HIV-Infizierten in den Entwicklungsländer, aber auch in den enwickelten Industrieländern wundern.

Um es noch einmal ganz klar zu sagen:

Im "normalen" täglichen Umgang, auch beim gemeinsamen Wohnen mit HIV-Infizierten gibt es KEIN Infektionsrisiko!


Weitere Informationen zu den Aktionen von UNAids erhalten Sie (in englischer Sprache) unter dem obigen, blau unterlegten Link.

Donnerstag, 7. August 2008 - 00:53 Uhr
Therapie-Treue immer noch ein Problem

Die Therapie-Treue (Englisch Adherence oder Compliance) ist auch nach mehr als 20 Jahren antiretroviraler Therapie immer noch ein Problem.

Wie in vielen Vorträgen auf der Welt-Aids-Konferenz in Mexico immer wieder zu hören war, ist die unbedingte Therapie-Treue der HIV-Patienten der Schlüssel zum Erfolg jeder Therapie.

Bei vielen Patienten herrscht oftmals allerdings immer noch einfaches Unwissen über die Wichtigkeit der Medikamenteneinnahme.

Dies reicht vom gelegentlichen Vergessen der Einnahme über vom Patienten selbst bestimmte "Pillenfreie" Tage z. B. an Wochenenden bis zu ausgedehnten Pausen, in der jegliche Einnahme unterlassen wird. Dies geschieht auch alzu oft ohne das Wissen des behandelnden Arztes.

Leider ist vielen der Patienten nicht klar, wie gefährlich solche vermeintlich harmlosen "Pillen-Urlaube" sein koennen.

Auch wenn der betrefffende Patient unmittelbar keinerlei Folgen der unterlassen Einnahme spürt, sind die möglichen Konsequenzen durchaus ernster Natur.

Diese reichen von der raschen Entwicklung von Resistenzen (d. h. die bisher wirksamen Medikamente verlieren ihre Wirkung gegen HIV) bis zum ebenfalls häufig unbemerkten Abfall der Helferzellen in den Bereich von 200 CD4/microl.

In diesem Stadium der Zerstörung des Immunsystems drohen teilweise lebensbedrohliche Infektionen (z. B. PCP = HIV-typische Lungenentzündung, u. a.).

Daher sollten jeder Patient, der eine antiretrovirale Therapie einnehmen muss, sehr auf die zeitlich genaue Einnahme der Medikamente achten.

Bei Problemen mit einer bestehenden Therapie ist der behandelnde Arzt der erste Ansprechpartner.

Denn er kann u. U. die Therapie ändern oder ggfs. die Dosis anpassen.

Weiter Informtionen zum Thema Therapie-Treue finden Sie unter dem obigen, blau unterlegten Link.

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Letzte Änderung am Dienstag, 7. Oktober 2008 um 11:21:39 Uhr.

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