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Die hier genannten Informationen wurden von den Herstellern der jeweiligen Medikamente zur Verfügung gestellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit der gemachten Angaben kann trotz aller Bemühungen NICHT übernommen werden!
Ebenfalls ersetzen diese Informationen NICHT den für Patienten bestimmten Beipackzettel eines Medikaments, bzw. die jeweils neuste Fachinformation für Ärzte und Fachkräfte!
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt, bzw. an den Hersteller des jeweiligen Präparats!
Protease-Hemmer (PI´s)
Darunavir (Prezista ™)
Namen: Darunavir, Prezista™
Dosierung:
Zweimal täglich zwei Kapseln PREZISTA® à 300 mg plus je eine Kapsel Norvir® à 100 mg. PREZISTA® muss als Bestandteil einer Kombinationstherapie mit anderen antiretroviralen Medikamenten unzerkaut und zusammen mit einer (kleinen) Mahlzeit eingenommen werden.
Kinder:
Zur Anwendung von PREZISTA® bei Kindern liegen bisher keine Studien-Daten vor. Daher kann eine Anwendung von PREZISTA® bei Kinder nicht empfohlen werden.
Einnahme-Hinweise:
PREZISTA® muss als Bestandteil einer Kombinationstherapie mit anderen antiretroviralen Medikamenten unzerkaut und zusammen mit einer (kleinen) Mahlzeit eingenommen werden.
Häufige Nebenwirkungen:
Während der Behandlung mit PREZISTA® sind vornehmlich Durchfälle und Übelkeit, sowie Kopfschmerzen beobachtet worden.Bei Symptomen wie Übelkeit oder Durchfall kann überlegt werden, ob ein Medikament zur Linderung Ihrer Beschwerden eingenommen werden kann.
Häufigste Interaktionen:
PREZISTA™ sollte nicht mit Rifampicin, Triazolam, Midazolam, Ergot, Bepridil und Johanniskraut eingenommen werden. Eine Dosisanpassung ist evtl. erforderlich, wenn Telzir™ mit Erythromycin, Rifabutin, Amiodaron, Phenobarbital, Phenytoin, Warfarin, Nortriptylin,, oder Desipramin eingenommen wird.
Atazanavir (Reyataz ™ Hartkapseln)
Name: Reyataz ™, Atazanavir
Dosierung:
Die empfohlene Dosis von Reyataz beträgt 300 mg einmal täglich bei gleichzeitiger Einnahme von 100 mg Ritonavir einmal täglich und einer Mahlzeit. Ritonavir dient als „Booster“ der Pharmakokinetik von Atazanavir.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Reyataz und Ritonavir mit Didanosin wird empfohlen, Didanosin 2 Stunden nach der Einnahme von Reyataz mit Ritonavair zusammen mit einer Mahlzeit einzunehmen.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion:
Reyataz mit Ritonavir sollte bei Patienten mit leichter Leberinsuffizienz mit Vorsicht eingesetzt werden. Reyataz sollte bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Leberinsuffzizienz nicht eingesetzt werden. Reyataz mit Ritonavir wurde bei Patienten mit Leberinsuffizienz nicht untersucht.
Säuglinge, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche:
Wirksamkeit und Sicherheit von Reyataz wurde bei dieser Gruppe nicht geprüft.
Einnahmehinweise:
Die Kapseln sollten im Ganzen eingenommen werden. Für Patienten, die nicht in der Lage sind, Kapseln zu schlucken, ist Reyataz Pulver zum Einnehmen erhältlich.
Häufige Nebenwirkungen:
Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, periphere neurologische Symptome, Sklerenikterus, Bauchschmerzen, Diarrhoe, Dyspepsie, Übekeit, Erbrechen, Ikterus, Ausschlag, Lipodystrophiesyndrom, Asthenie, Erschöpfung, erhöhtes Gesamtbilirubin (weitere Angaben s. Fachinformation)
Resistenz:
Resistenz in vivo: Bei antiretroviral vorbehandelten Patienten wurde für 100 Isolate von Patienten, die als virologische Versager bezeichnet wurden, unter einer Therapie, die entweder Atazanavir, Atazanavir + Ritonavir oder Atazanavir + Saquinavir beinhaltete, nachgeweisen, dass sie eine Resistenz gegenüber Atazanavir entwickelt hatten.
Von den 60 Isolaten von Patienten, die entweder mit Atazanavir oder Atanavir + Ritonavir hehandelt wurden, wiesen 18 (30%) den zuvor bei therapienaiven Patienten beschriebenen I50L-Phänotyp auf. Die Resistenz bei antiretroviral vorbehandelten Patienten entsteht hauptsächlich durch Akkumulation von primären und sekundären Resistenz-Mutationen, die zuvor als an der Proteasehemmer-Resistenz-Entstehung beteiligt beschrieben wurden.
Diese Isolate entwickelten höhere Resistenzwerte gegenüber den anderen Proteasehemmern. (Zu Resistenz in vitro und in klinischen Studien s. Fachinformation)
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Bei gleichzeitiger Anwendung von REYATAZ mit Ritonavir kann das metabolische Interaktionsprofil von Ritonavir in den Vordergrund treten, da Ritonavir ein stärkerer CYP3A4-Inhibitor ist als Atazanavir. Die Fachinformation für Ritonavir muss vor Beginn der Therapie mit REYATAZ und Ritonavir beachtet werden.
Atazanavir wird in der Leber durch CYP3A4 metabolisiert. Es hemmt CYP3A4. REYATAZ mit Ritonavir ist daher kontraindiziert, wenn gleichzeitig Arzneimittel angewendet werden, die Substrate von CYP3A4 sind und eine geringe therapeutische Breite haben: Astemizol, Terfenadin, Cisaprid, Pimozid, Chinidin, Bepridil und Mutterkorn-Alkaloide, insbesondere Ergotamin und Dihydroergotamin .
Antiretrovirale Wirkstoffe:
Nukleosid/Nukleotidanaloge-Reverse-Transkriptrase-Hemmer (NRTIs)
Interaktionsstudien mit Stavudin, Lamivudin und Zidovudin wurden mit REYATAZ ohne Ritonavir durchgeführt. Basierend auf diesen Studiendaten und da durch Ritonavir keine signifikante Beeinträchtigung der Pharmakokinetik von NRTIs zu erwarten ist, ist auch für die gleichzeitige Anwendung von REYATAZ und Ritonavir mit diesen Arzneimitteln nicht zu erwarten, dass diese die Exposition der gleichzeitig gegebenen Arzneimittel signifikant verändern. Dieselbe Schlussfolgerung gilt auch für die gleichzeitige Anwendung mit Abacavir. Berücksichtigt man, dass REYATAZ mit Ritonavir zum Essen genommen werden sollte, sollte Didanosin 2 Stunden nach REYATAZ mit Ritonavir eingenommen werden.
Tenofovir-Disoproxil-Fumarat: Die Atazanavir Plasma-Konzentrationen (AUC und Cmin) werden reduziert, wenn Tenofovir gleichzeitig mit REYATAZ eingenommen wird (Abnahme um 25% und 40% der AUC bzw. Cmin verglichen mit 400 mg Atazanavir). Nach Zugabe von Ritonavir zu Atazanavir wurde der negative Einfluss von Tenofovir auf die Cmin von Atazanavir signifikant reduziert, wobei die AUC in derselben Größenordnung abnahm (Abnahme von 25% und 26% der AUC bzw. Cmin verglichen mit Atazanavir/Ritonavir 300/100 mg). Die Wirksamkeit von REYATAZ mit Ritonavir in Kombination mit Tenofovir bei vorbehandelten Patienten ist in der klinischen Studie 045 gezeigt worden.
Nicht-nukleosidische Reverse-Transkriptase-Hemmer (NNRTIs)
Efavirenz: Wenn REYATAZ zusammen mit Efavirenz genommen werden soll, das zu einer Reduzierung der Atazanavir-Exposition führt, wird empfohlen, 400 mg REYATAZ mit 100 mg Ritonavir gleichzeitig mit 600 mg Efavirenz zu geben (jeweils als Einzeldosis mit dem Essen), da diese Kombination voraussichtlich zu einer Atazanavir-Exposition führt, die etwa der durchschnittlichen, durch 300 mg REYATAZ genommen mit 100 mg Ritonavir erzielten Exposition entspricht. Es liegen keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit vor, um die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz und REYATAZ bei einer erhöhten Dosis von 400 mg mit Ritonavir zu empfehlen.
Nevirapin: Die Wirkungen einer gleichzeitigen Anwendung von REYATAZ und Nevirapin wurden nicht untersucht. Nevirapin ist ein metabolischer Induktor des CYP3A4, durch den eine Reduktion der Atazanavir-Exposition zu erwarten ist. Die Daten bezüglich der zu erwartenden Interaktion zwischen REYATAZ mit Ritonavir und Nevirapin stehen noch aus, daher wird diese gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen.
Proteasehemmer
Indinavir: Indinavir ist ebenfalls mit einer indirekten (unkonjugierten) Hyperbilirubinämie durch UGT-Inhibition assoziiert. Die gleichzeitige Anwendung von REYATAZ und Indinavir wird nicht empfohlen.
Ritonavir: Basierend auf Daten bei gesunden Probanden konnte für die zusätzliche Anwendung von 100 mg Ritonavir zu 300 mg Atazanavir eine signifikante Steigerung der pharmakokinetischen Parameter von Atazanavir gezeigt werden (ca. eine 2-fache Zunahme der AUC und eine 7-fache Erhöhung der Cmin von Atazanavir im Vergleich zu 400 mg Atazanavir ohne Ritonavir). Die begrenzten pharmakokinetischen Daten, die zur Zeit von Patienten vorliegen, weisen darauf hin, dass der Einfluss von Ritonavir auf die Cmin weniger deutlich sein könnte (ca. eine 3-fache Zunahme).
Die gleichzeitige Anwendung von REYATAZ mit Ritonavir und anderen Proteasehemmern ist nicht geprüft worden, aber ein Anstieg der Exposition mit anderen Proteasehemmer ist jedoch zu erwarten. Daher wird eine solche gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen.
Andere Arzneimittel:
Antazida und gepufferte Arzneimittel: Verminderte Atazanavir-Plasmakonzentrationen sind die Folge einer pH-Erhöhung im Magen, wenn Antazida, einschließlich gepufferter Arzneimittel, zusammen mit REYATAZ mit Ritonavir angewendet werden. REYATAZ mit Ritonavir sollte zwei Stunden vor oder eine Stunde nach gepufferten Arzneimitteln eingenommen werden.
Antiarrhythmika (Amiodaron, Lidocain (systemisch), Chinidin): Konzentrationen könnten bei gleichzeitiger Anwendung mit REYATAZ mit Ritonavir erhöht werden. Vorsicht ist geboten und, soweit verfügbar, wird eine Überwachung der therapeutischen Konzentrationen empfohlen. Die gleichzeitige Anwendung von Chinidin ist kontraindiziert.
Antineoplastika: Atazanavir hemmt die UGT und könnte mit dem Metabolismus von Irinotecan in Wechselwirkung treten, was möglicherweise zu einer Verstärkung der Irinotecan-Toxizitäten führt.
Calciumkanalblocker: Die gleichzeitige Anwendung von Bepridil mit REYATAZ wird nicht empfohlen (siehe 4.3). Gleichzeitige Gabe von Diltiazem (180 mg einmal täglich) mit Atazanavir (400 mg einmal täglich) bewirkte bei gesunden Probanden einen 2- bis 3-fachen Anstieg der Diltiazem- und Desacetyl-Diltiazem-Exposition und keine Veränderung der Pharmakokinetik von Atazanavir. Hierbei war gegenüber Atazanavir allein ein erhöhtes maximales PR-Intervall zu beobachten. Die gleichzeitige Anwendung von Diltiazem mit REYATAZ plus Ritonavir ist nicht untersucht worden. Es wird eine initiale Dosisreduzierung von Diltiazem um 50% mit stufenweise nachfolgender Titration nach Bedarf und EKG-Überwachung empfohlen.
Die Plasma-Konzentrationen von Verapamil könnten durch REYATAZ mit Ritonavir ebenfalls erhöht werden; bei gleichzeitiger Anwendung von Verapamil mit REYATAZ plus Ritonavir sollte daher mit Vorsicht vorgegangen werden.
Fluticasonpropionat (Wechselwirkung mit Ritonavir):
In einer klinischen Studie, in der Ritonavir 100 mg Kapseln zweimal täglich zusammen mit 50 µg Fluticasonpropionat intranasal (4-mal täglich) über 7 Tage an Probanden gegeben wurden, stiegen die Fluticasonpropionat-Plasmaspiegel signifikant an, während das endogene Kortisol um ungefähr 86% absank (90%-Konfidenzintervall 82 bis 89%). Stärkere Effekte sind nach Inhalation von Fluticasonpropionat zu erwarten. Systemische kortikosteroide Wirkungen einschließlich Morbus Cushing und Suppression der Nebennierenfunktion wurden bei Patienten berichtet, die Ritonavir zusammen mit inhalativ oder intranasal verabreichte
Fluticasonpropionat erhalten hatten; diese könnten auch bei anderen Kortikosteroiden, die über P450 3A verstoffwechselt werden (z. B. Budenosid), auftreten. Infolgedessen wird die gleichzeitige Gabe von REYATAZ zusammen mit diesen Glukokortikoiden nicht empfohlen, es sei denn, dass der mögliche Nutzen einer Behandlung das Risiko systemischer kortikosteroider Wirkungen überwiegt (siehe Abschnitt 4.4).
Eine Reduktion der Glukokortikoid-Dosis sollte zusammen mit einer engmaschigen Überwachung auf lokale und systemische Wirkungen oder einem Wechsel auf ein Glukokortikoid, das kein Substrat von CYP3A4 darstellt (z. B. Beclometason), in Erwägung gezogen werden. Darüber hinaus muss im Falle eines Absetzens der Glukokortikoide die schrittweise Dosisreduktion über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.
Die Wirkung einer hohen systemischen Fluticason-Exposition auf die Plasmaspiegel von Ritonavir ist bisher nicht bekannt.
HMG-CoA Reduktasehemmer (Simvastatin, Lovastatin, Atorvastatin): Die gleichzeitige Anwendung mit REYATAZ plus Ritonavir könnte zu Konzentrationserhöhungen von Simvastatin und Lovastatin führen, deren Metabolismus hochgradig von CYP3A4 abhängig ist. Die gleichzeitige Anwendung von Simvastatin oder Lovastatin ist aufgrund eines erhöhten Myopathie-Risikos einschließlich Rhabdomyolyse nicht zu empfehlen. Das Myopathie-Risiko einschließlich Rhabdomyolyse könnte auch ansteigen bei Anwendung von Proteasehemmern, inklusive REYATAZ mit Ritonavir, in Kombination mit Atorvastatin, das ebenfalls durch CYP3A4 metabolisiert wird. Es sollte mit Vorsicht vorgegangen werden.
H2-Rezeptorantagonisten: Daten von gesunden Probanden zeigten, dass AUC, Cmax und Cmin von Atazanvir bei gleichzeitiger Anwendung von REYATAZ 300 mg mit Ritonavir 100 mg 1-mal täglich und Famotidin 40 mg 2-mal täglich um 18%, 14%, bzw. 28% abnahmen. Obwohl dies nicht untersucht wurde, sind ähnliche Ergebnisse mit anderen H2-Rezeptorantagonisten zu erwarten. Bei gleichzeitiger Anwendung mit einem H2-Rezeptorantagonisten ist keine Dosisanpassung von REYATAZ mit Ritonavir erforderlich, wenn alle Arzneimittel als einzelne Tagesdosis mit dem Essen eingenommen werden. Die Bedeutung dieser Daten für Patienten mit HIV-Infektion ist nicht bekannt, da in dieser Population der pH im Magen generell erhöht sein kann. Daher kann das Ausmaß dieses Effekts ausgeprägter sein.
Reduktionen der Atazanavir-Konzentrationen können durch eine zeitliche Trennung der Anwendung von REYATAZ und einem H2-Rezeptor Antagonisten auf folgende Weise vermieden werden: Einnahme von REYATAZ 300 mg mit Ritonavir 100 mg 1-mal täglich zum Essen, 2 Stunden vor und mindestens 10 Stunden nach Einnahme eines H2-Rezeptor Antagonisten.
Immunsuppressiva (Cyclosporin, Tacrolimus, Sirolimus): Konzentrationen von Cyclosporin, Tacrolimus oder Sirolimus können bei gleichzeitiger Anwendung mit REYATAZ mit Ritonavir erhöht werden. Häufigeres Überwachen der therapeutischen Konzentrationen wird bei diesen Arzneimitteln empfohlen, bis sich die Plasma-Spiegel stabilisiert haben.
Makrolid-Antibiotika: Gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin (500 mg zweimal täglich) mit Atazanavir (400 mg einmal täglich) führte zu einem 2-fachen Anstieg der Clarithromycin-Exposition und einer Reduzierung der Exposition von 14–OH-Clarithromycin um 70%, bei einem Anstieg in der AUC von Atazanavir um 28%. Eine Reduzierung der Clarithromycin-Dosis könnte zu subtherapeutischen Konzentrationen von 14–OH-Clarithromycin führen. Es kann keine Empfehlung zur Dosisreduzierung gegeben werden. Daher sollte mit Vorsicht vorgegangen werden, wenn REYATAZ plus Ritonavir gleichzeitig mit Clarithromycin angewendet wird.
Orale Kontrazeptiva (Ethinylestradiol, Norethindron): Bei gleichzeitiger Anwendung von Ethinylestradiol in einer Dosierung von 35 μg mit 400 mg Atazanavir einmal täglich wurde die durchschnittliche Konzentration von Ethinylestradiol erhöht bis zu einem Spiegel zwischen den Durchschnittskonzentrationen, die durch eine 35 μg und eine 50 μg Ethinylestradiol-Dosis erzielt werden, und die AUC von Norethindron wurde ca. 2-fach erhöht. Im Gegensatz dazu könnte Ritonavir die Ethinylestradiolkonzentrationen verringern. Die Effekte der gleichzeitigen Anwendung von oralen Kontrazeptiva und REYATAZ mit Ritonavir sind nicht untersucht worden. Die gleichzeitige Anwendung von REYATAZ und oralen Kontrazeptiva sollte vermieden werden . Es sollten zuverlässige, andere Maßnahmen zur Empfängnisverhütung erwogen werden.
Protonenpumpeninhibitoren: Die gleichzeitige Anwendung von Omeprazol (40 mg einmal täglich) mit REYATAZ und Ritonavir (300/100 mg einmal täglich) führt zu einer erheblichen Reduktion der Atazanavir-Exposition (um etwa 75% verringerte AUC, Cmax und Cmin). Eine Erhöhung der Dosis von REYATAZ/Ritonavir auf 400/100 mg kompensierte den Einfluss von Omeprazol auf die Atazanavir-Expositionen nicht. Daher sollte REYATAZ/Ritonavir nicht gleichzeitig mit Omeprazol angewendet werden. Obwohl keine Studien vorliegen, können andere Tagesdosen von Omeprazol ähnliche Ergebnisse hervorrufen; daher wird die gleichzeitige Anwendung von Omeprazol in jeglicher Dosierung nicht empfohlen. Solange weitere spezifische Daten ausstehen, soll die Empfehlung gegen eine gleichzeitige Anwendung mit REYATAZ auf andere Protonenpumpeninhibitoren ausgedehnt werden .
Rifabutin: Gleichzeitige Anwendung von 400 mg Atazanavir und 150 mg Rifabutin einmal täglich über 14 Tage führte zu keiner klinisch relevanten Veränderung der Cmax oder AUC für Atazanavir. Für REYATAZ ist keine Dosisanpassung erforderlich. Im Vergleich zu früheren Daten für eine Standard-Dosis von 300 mg war die Cmax von Rifabutin bei einer Dosis von 150 mg um das 1,5-fache und die AUC um das 2,3-fache erhöht. Eine Reduzierung der Rifabutin-Dosierung um 75% (d.h. 150 mg jeden zweiten Ta
oder dreimal pro Woche) wird bei einer Kombination mit REYATAZ mit Ritonavir empfohlen.
Rifampicin: Zwar wurde der Effekt von Rifampicin auf REYATAZ nicht untersucht, jedoch senkt Rifampicin die Plasmakonzentrationen und die AUC der meisten Proteasehemmer um ca. 90%. Dies könnte zu einem Verlust des Therapieeffekts sowie zu einer Resistenzentwicklung führen. Die gleichzeitige Anwendung von REYATAZ und Rifampicin ist kontraindiziert (siehe 4.3).
Sildenafil: Sildenafil wird durch CYP3A4 metabolisiert. Die gleichzeitige Anwendung mit REYATAZ kann zur Erhöhung der Sildenafil-Konzentration und einem vermehrten Auftreten von Sildenafil-assoziierten Nebenwirkungen führen, einschließlich Hypotonie, Sehstörungen und Priapismus. Patienten sollten über diese möglichen Nebenwirkungen aufgeklärt werden.
Triazole, Antimykotika: Die gleichzeitige Anwendung von Ketoconazol wurde nur für REYATAZ ohne Ritonavir untersucht. Die gleichzeitige Gabe von 200 mg Ketoconazol mit 400 mg Atazanavir bei gesunden Probanden führte zu vernachlässigbaren Erhöhungen der AUC und der Cmax von Atazanavir (11% bzw. 3%). Die Plasmaspiegel sowohl von Atazanavir als auch Ritonavir könnten durch Ketoconazol und Itraconazol erhöht werden. Hohe Dosen von Ketoconazol und Itraconazol (> 200 mg/Tag) sollten zusammen mit Atazanavir und Ritonavir vorsichtig unter Risiko-Nutzen-Abschätzung einer solchen Kombination angewendet werden.
Warfarin: die gleichzeitige Anwendung von REYATAZ plus Ritonavir hat das Potenzial, eine Reduktion, oder, weniger häufig, einen Anstieg der INR (International Normalised Ratio) hervorzurufen.
Es wird empfohlen, die INR während der Behandlung mit REYATAZ plus Ritonavir sorgfältig zu überwachen, insbesondere zu Therapiebeginn.
Johanniskraut (Hypericum perforatum): Zusammen mit REYATAZ dürfen keine Präparate angewendet werden, die Johanniskraut enthalten, da von diesen möglicherweise eine signifikante Reduktion der Plasmaspiegel von Atazanavir zu erwarten ist. Dieser Effekt könnte durch eine CYP3A4-Induktion ausgelöst werden. Es besteht das Risiko von Therapieversagen sowie einer Resistenzentwicklung.
Fosamprenavir (Telzir ™)
Namen: Fosamprenavir, Telzir™
Dosierung:
1 rosafarbene 700mg Filmtablette 2 mal täglich mit 100mg Ritonavir. In einigen Fällen wird vom Arzt, bei gleichzeitiger Einnahme anderer Arzneimittel, eine Dosisanpassung vorgenommen. Zugelassen für die Anwendung bei HIV-Patienten ab 18 Jahren in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimittel
Kinder:
Telzir™ mit Ritonavir wird nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren und Heranwachsende von 12 bis 17 Jahren. Zugelassen für die Anwendung bei Kinder über 4 Jahre ist Eine flüssige Darreichungsform Agenerase™ verfügbar
Einnahme-Hinweise:
Einnahme mit oder ohne Nahrungsaufnahme. Telzir™ ist nicht empfohlen für Personen unter 18 Jahren, schwangere Frauen, Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung wegen möglicher ernster Nebenwirkungen.
Häufige Nebenwirkungen:
Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, allergischer Hautausschlag, Schwäche, Lipodystrophy und Veränderungen der Blutfettwerte. Tabletteneinnahme kann evtl. auch eine Erhöhung der Leberwerte, Enzymen der Bauchspeicheldrüse und Blutbild Veränderungen hervorrufen
Häufigste Interaktionen:
Telzir™ sollte nicht mit Rifampicin, Triazolam, Midazolam, Ergot, Bepridil und Johanniskraut eingenommen werden. Eine Dosisanpassung ist evtl. erforderlich, wenn Telzir™ mit Erythromycin, Rifabutin, Amiodaron, Phenobarbital, Phenytoin, Warfarin, Nortriptylin,, oder Desipramin eingenommen wird.
Indinavir (Crixivan ™)
Namen: Indinavir, Crixivan
Dosierung:
2 400 mg Kapseln alle 8 Stunden
Experimentelle Dosierung: Zusammen mit Ritonavir, 400 mg beider Medikamente 2 mal täglich. Alternativ 800 mg Crixivan zusammen mit 100 mg Ritonavir 2 mal täglich oder 800 mg Crixivan zusammen
Einnahme-Hinweise:
Am Besten wird Indinavir auf leeren Magen eingenommen, Vermeiden Sie Nahrungsaufnahme 2 Stunden vor und eine Stunde nach Einnahme. Ein leichter Snack mit wenig, oder besser gar keinem Fett ist erlaubt, z. B. 30 gr. Müsli mit 100 gr. fettarmer Milch oder eine Tea oder Kaffee mit Zucker und fettarmer Milch, zusätzlich sind 2 Scheiben Toast mit Low-Fat Margarine und 10 gr. Marmelade erlaubt.
Weitere Hinweise entnehmen Sie bitte dem Beipackzettel oder den von der Firma MSD bereitgestellten Informations-Broschüren zu Crixivan. Wenn Sie Indinavir zusammen mit Ritonavir einnehmen, gibt es keine Nahrungsbeschränkungen bei der Einnahme. Trinken Sie mindestens 1,5 l Wasser oder koffeinfreien Softdrink zusätzlich zur normalen Flüssigkeitsaufnahme um das Risiko von Nierensteinen zu minimieren.
Häufige Nebenwirkungen:
Nierensteine, Schmerzen beim Wasserlassen, Kleine Steine im Urin, trockene Haut und Lippen, Leber Veränderungen, Übelkeit, Lipodistrophy und Veränderungen der Blutfettwerte. Eine zu geringen Flüssigkeitsaufnahme erhöht das Risiko der Bildung von Nierensteinen.
Seltene Nebenwirkungen:
Zuckerkrankheit
Resistenz:
Eine bestehende Resistenz auf Indinavir ruft ebenfalls eine Resistenz auf Ritonavir hervor und wahrscheinlich auch eine Resistenz auf Saquinavir, Nelfinavir und Amprenavir
Häufigste Interaktionen:
Nehmen Sie Indinavir nicht mit Johanniskraut, Terfenadin, Astemizol, Cisaprid, Alprazolam, Pimozid, Rifampicin, Amiodaron, Quinidin und Ergo Alkaloiden ein.
Sorgfältiges Monitoring und evtl. Dosisanpassung sind notwendig, wenn Indinavir mit den folgenden Medikamenten eingenommen wird: Rifabutin, Ketoconazol, NNRTIs, Viagra ™ und manchen Lipid-Senkern
Lopinavir/Ritonavir, Kaletra ™
Namen: Kaletra ™, Lopinavir/Ritonavir
Dosierung:
3 133.3/33.3 mg orangefarbenen Kapseln 2 mal täglich
Kinder:
Zugelassen für die Anwendung bei Kindern. Flüssige Lösung verfügbar
Einnahme-Tipps:
Einnahme mit Nahrung. Bewahren Sie Lopinavir/Ritonavir am Besten im Kühlschrank nicht länger als 6 Wochen auf
Häufig Nebenwirkungen:
Durchfall und loser Stuhl, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Schwäche, allergische Hautausschläge, Stoffwechselveränderungen, Es ist möglich, das Lipodystrophy, eine Nebenwirkung auch anderer Protease Inhibitoren, auch Probleme bei Patienten die Lopinavir/Ritonavir einnehmen, verursacht
Resistenz:
Eine bestehende Resistenz auf Lopinavir/Ritonavir ruft sehr wahrscheinlich auch eine Kreuzresistenz auf Indinavir und Ritonavir und bis zu einem bestimmten Grad auch auf Amprenavir hervor
Hochgradige Resistenz auf andere Protease Inhibitoren kann die Effektivität von Lopinavir/Ritonavir beeinflussen, aber Lopinavir/Ritonavir scheint Effektiv gegen Viren zu sein, die gegen andere Protease Inhibitoren resistent sind
Häufigste Interaktionen:
Durch den Ritonavir Anteil sollten alle Medikamente vermieden werden, die negativ mit Ritonavir interagieren (siehe Ritonavir). Efavirenz und Nevirapin verringern den Blutspiegel von Lopinavir/Ritonavir und machen evtl. eine Dosisanpassung erforderlich. Lopinavir/Ritonavir senken den Blutspiegel von Amprenavir. Nicht mit Johanniskraut zusammen einnehmen. Monitoring und Dosisanpassung sind evtl. erforderlich, wenn Lopinavir/Ritonavir zusammen mit Amiodaron,Bepredil, Quinidin, systemischem Lidocain, Warfarin, Kalzium Kanal Blockern, Viagra ™, Zyban ™, Tacrolimus, Cyclosporin, Methadon, Rifabutin, Rifampicin, oralen Empfängisverhütungsmitteln ("Pille"), Ketaconazol und Itraconazol eingenommen wird
Nelfinavir, Viracept ™
Namen: Nelfinavir, Viracept ™
Dosierung:
5 blaue 250 mg Tabletten 2 mal täglich zu einer Mahlzeit
(Nicht in Deutschland zugelassen ist die 625 mg-Filmtablette)
Viracept ™ ist der einzige Protease-Hemmer, der ohne die gleichzeitige Einnahme von Ritonavir (Norvir ™) empfohlen wird!
Kinder:
Für Kinder zugelassen. Auch als Pulver verfügbar
Einnahme-Tipps:
Die Einnahme mit Nahrung wird empfohlen, um die Aufnahme im Magen zu erhöhen. Eine neue Darreichungsform als Filmtablette ist mittlerweile in den USA verfügbar und hat die alte Darreichungsform dort ersetzt
Häufige Nebenwirkungen:
Durchfall, Übelkeit, Lipodistrophy und Stoffwechselveränderungen
Resistenz: Eine bestehende Resistenz auf Nelfinavir verursacht meist auch eine Resistenz auf Saquinavir und kann eine Resistenz auf Ritonavir und Indinavir hervorrufen
Häufigste Interaktionen:
Sorgfältiges Monitoring und Dosisanpassungen sind erforderlich, falls Nelfinavir mit folgenden Medikamenten eingenommen wird: Oralen Empfängisverhütungsmitteln ("Pille"), Rifabutin, Methadon, Carbamazipin, Phenytoin, Viagra ™, Zyban ™ und manchen Lipid senkenden Mitteln. Nelfinavir sollte nicht zusammen mit Terfenadin, Rifampicin, Atemizol, Cisaprid, Pimozid, Amiodaron, Quinidin, Midazol, Triazolam, Simvastin, Ergot und Johanniskraut
Tipranavir (Aptivus®)
Name: Tipranavir, Aptivus®
Dosierung:
Die übliche Dosis ist 500 mg (2 Kapseln mit je 250 mg) Aptivus®, zusammen mit 200 mg (2 Kapseln mit je 100 mg) Norvir® (Ritonavir), zweimal täglich
Kinder:
Aptivus® sollte nicht bei Patienten unter 18 Jahren angewendet werden
Einnahme-Hinweise:
Die Einnahme mit dem Essen verbessert die Verträglichkeit. Die Kapseln werden in den Mund genommen und im Ganzen geschluckt, ohne sie zu kauen.
Häufige Nebenwirkungen:
Sehr häufige Nebenwirkungen (die bei mehr als 1 von 10 Behandelten auftreten können) sind Durchfall und Übelkeit. Häufige Nebenwirkungen (die bei weniger als 1 von 10, aber bei mehr als 1 von 100 Behandelten auftreten können) sind Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Hautausschlag
Die am häufigsten gemeldeten Veränderungen der Blutwerte sind Anstieg der Blutfettwerte (sehr häufig) und gesteigerte Aktivität der Leberenzyme (häufig)
Falls bei Ihnen klinische Anzeichen für eine Schädigung der Leber auftreten sollten, wie z.B. Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und/oder Gelbsucht, sollten Sie Ihren Arzt informieren!
Über seltenere Nebenwirkungen informieren Sie sich bitte in der Packungsbeilage!
Aptivus® enthält 7 % Ethanol (Alkohol), d.h. bis zu 200 mg je Dosis. Dies entspricht 4 ml Bier oder weniger als 2 ml Wein
Resistenz:
Aptivus® zeigt eine signifikante antivirale Aktivität gegen die Mehrzahl der klinischen HIV-1-Isolate, die nach vorheriger Behandlung eine verringerte Empfindlichkeit gegenüber den gegenwärtig zugelassenen Protease-Hemmern aufweisen: Amprenavir, Atazanavir, Indinavir, Lopinavir, Ritonavir, Nelfinavir und Saquinavir.
Häufigste Interaktionen:
Aptivus® darf nicht eingenommen werden, wenn Sie gegenwärtig Arzneimittel mit den Wirkstoffen Rifampicin (zur Behandlung von Tuberkulose), Cisaprid (zur Behandlung von Magenproblemen), Pimozid oder Sertindol (zur Behandlung von Schizophrenie), Triazolam (zur Behandlung von Angst- oder Schlafstörungen), Mutterkorn-artige Mittel (zur Behandlung von Kopfschmerzen), Astemizol oder Terfenadin (zur Behandlung von Allergien und Heuschnupfen), die Statine Simvastatin oder Lovastatin (zur Senkung des Cholesterinspiegels im Blut) oder Amiodaron, Bepridil, Flecainid, Propafenon oder Chinidin (zur Behandlung von Störungen der Herzfunktion) einnehmen
Johanniskraut (Hypericum perforatum) darf nicht gleichzeitig eingenommen werden
Eine mögliche wechselseitige Beeinflussung von Aptivus® und anderen Arzneimitteln kann zu gefährlichen Nebenwirkungen führen. Dazu gehören Arzneimittel gegen Erektionsstörungen (z.B. Sildenafil, Vardenafil, Tadalafil), zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit (Disulfiram), gegen Asthma (Fluticason), zur Senkung der Blutfettwerte (Atorvastatin), zur Behandlung von Infektionen (Metronidazol), Methadon als Opiat-Ersatz und Verhütungsmittel zum Einnehmen ("Anti-Baby-Pille)"
Ritonavir, Norvir ™
Namen: Ritonavir, Norvir ™
Dosierung:
6 weisse 100 mg Kapseln 2 mal täglich. Alternativ ist auch eine Einnahme von 7,5 ml Ritonavir 2 mal täglich möglich. Am Anfang einer Behandlung mit Ritonavir sollte die Dosierung einschleichend erfolgen, d. h. mit einer niedrigen Dosierung starten und innerhalb von 14 Tagen allmählich auf die vollständige Dosierung steigern, um Nebenwirkungen zu minimieren
Experimentelle Dosierung:
Ritonavir 400 mg/Saquinavir 400 mg 2 mal täglich; Ritonavir/Indinavir 400 mg/400 mg oder 200 mg/800 mg oder 100 mg/800 mg 2 mal täglich
Ritonavir/Nelfinavir 400 mg/500 mg 2 mal täglich
Ritonavir/Amprenavir 100 mg/600 mg oder 200 mg/600 mg 2 mal täglich
Kinder: Ritonavir ist nicht zur Behandlung von Kindern zugelassen, kann aber im Einzelfall eingesetzt werden
Einnahme-Tipps:
Einnahme mit Nahrung empfohlen um Übelkeit vorzubeugen. Norvir ™ sollte im Kühlschrank nicht länger als 4 Wochen aufbewahrt werden
Häufige Nebenwirkungen:
Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwäche, Geschmacks Abnormitäten, Lipodystrophy, Appetitlosigkeit, Taubheitsgefühl in der Mundgegend, Stoffwechselveränderungen
Seltene Nebenwirkungen:
Nieren Probleme, Zuckerkrankheit
Resistenz:
Resistenz auf Ritonavir verursacht eine Resistenz auf Indinavir und ruft wahrscheinlich eine leichte Resistenz auf Nelfinavir, Saquinavir und Amprenavir hervor
Häufigste Interaktionen:
Ritonavir hat Interaktionen mit vielen anderen Medikamenten. Fragen Sie bitte unbedingt Ihren Arzt, bevor Sie andere Medikamente einnehmen. Nehmen Sie Ritonavir nicht mit Piroxicam, Dextropropoxyphen, Pethidin, Amiodaron, Encainid, Flcainid, Propafenon, Quinidin, Bupropion, Astemizol, Terfenadin, Clozapin, Pimozid, Alprazolam, Clorazepat, Diazepam, Estazolam, Bepridil, Cisaprid, Fluorazepam, Midazolam, Triazolam, Zolpidem, Viagra ™ oder Johanniskraut
Saquinavir (Invirase ™)
Namen: Saquinavir, Invirase 500 ™
Namen:
Saquinavir, Invirase 500 ™
Dosierung:
Invirase 500™ 2 x 2 Filmtabletten (2 x 1000 mg) zusammen mit Norvir™ 2 x 1 Kapsel (2 x 100 mg) innerhalb von 2 Stunden nach einer Mahlzeit.
Invirase™ oder Invirase 500™ darf nur zusammen mit Norvir™ (als sogenannte „Booster“-Substanz) eingenommen werden
Invirase 500™ eignet sich zusätzlich für Medikamentenkombinationen bei „double-boosting“ (2 Protease-Inhibitoren plus Norvir® als „booster“)
Kinder:
Invirase ™ ist nicht für Kinder zugelassen
Häufige Nebenwirkungen:
Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Lipodystrophy, Stoffwechselveränderungen
Seltenen Nebenwirkungen:
Zuckerkrankheit
Resistenz:
Eine Resistenz auf Saquinavir kann auch eine Resitenz auf Nelfinavir, Indinavir und Ritonavir bedeuten
Häufige Interaktionen:
Nicht einnehmen mit Rifampicin, Rifabutin, Astemizol, Terfenadin, Cisaprid oder Johanniskraut.
Genaues Monitoring und evtl. Dosisanpassung sind nötig, wenn Saquinavir mit folgenden Medikamenten eingenommen wird: NNRTIs, Methadon, Anti-Arrhythmics, manchen Anti-Depressiva, manchen Anti-Convulsanten, manchen Lipid senkenden Medikamenten, Dapsone, Ergotamin, Dihydroergotamin, Dexamethason, Viagra™. Nicht mit Knoblauch Kapseln einnehmen. Wenn zusammen mit Ritonavir (Norvir™) eingenommen, können sich die Interaktionen verändern
Achtung, die o. g. Informationen ersetzen NICHT das persönliche Gespräch mit einem auf HIV spezialisierten Arzt! Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren behandelnden Arzt! Adressen von HIV-Schwerpunktpraxen finden Sie
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Letzte Änderung am Freitag, 26. Dezember 2008 um 11:44:39 Uhr.
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