Eintritts-Hemmer
Celsentri® Namen: Maraviroc, Celsentri®
Dosierung: Die empfohlene Dosierung von CELSENTRI beträgt 150 mg, 300 mg oder 600 mg zweimal täglich in Abhängigkeit von Interaktionen mit der gleichzeitig angewendeten antiretroviralen Therapie und mit anderen Arzneimitteln CELSENTRI kann zu einer Mahlzeit oder unabhängig davon eingenommen werden.
Kinder: Da für Kinder keine Daten zur Sicherheit, Wirksamkeit und Pharmakokinetik vorliegen, wird der Einsatz von CELSENTRI nicht empfohlen.
Einnahmehinweis: Vor der Einnahme von CELSENTRI muss durch eine ausreichend validierte und empfindliche Bestimmungsmethode anhand einer frisch entnommenen Blutprobe nachgewiesen werden, dass ausschließlich CCR5-tropes HIV-1 vorliegt und kein CXCR4-tropes oder dual- / gemischttropes Virus nachgewiesen wurde.
Bei Patienten über 65 Jahre liegen nur eingeschränkte Erfahrungen vor. Daher sollte CELSENTRI bei dieser Patientenpopulation mit Vorsicht eingesetzt werden.
Eine Dosisanpassung wird nur bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion empfohlen, die starke CYP3A4-Hemmer erhalten, wie z. B.
· Proteaseinhibitoren (außer Tipranavir / Ritonavir) · Ketoconazol, Itraconazol, Clarithromycin, Telithromycin
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion liegen nur begrenzte Daten vor. Daher sollte CELSENTRI bei dieser Patientenpopulation mit Vorsicht eingesetzt werden .
Häufige Nebenwirkungen:
Bei Patienten, die CELSENTRI® zusammen mit anderen HIV-Arzneimitteln erhielten, trat sehr häufig (bei mindestens jedem zehnten Patienten) Übelkeit auf. Häufig (bei mindestens jedem hundertsten Patienten) wurden andere Magen-Darm-Beschwerden, Schwindelgefühl, Geschmacksstörungen, Missempfindungen, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Kraftlosigkeit, Husten, Hautausschläge, Juckreiz, Muskelkrämpfe, Rückenschmerzen oder Veränderungen der Leberwerte beobachtet.
Resistenz :
Das Resistenzprofil des Virus vorbehandelter Patienten ist bisher nicht vollständig charakterisiert worden. Bei Viren von 5 Patienten konnten spezifische Mutationen, die mit einer verminderten Empfindlichkeit gegenüber Maraviroc verbunden waren,festgestellt werden, aber bei jedem Patienten zeigte sich ein anderes Mutationsmuster.
Häufigste Interaktionen: CELSENTRI ® soll nicht zusammen mit folgenden Medikamenten eingenommen werden:
- Johanniskraut und daraus hergestellten Produkten - Efavirenz (Sustiva®) plus Rifampicin (Rifa®, Eremfat®) (bei gleichzeitiger Anwendung beider Medikamente)
Zu den Wirkstoffen, bei deren Anwendung die Dosierung von CELSENTRI® eventuell angepasst werden muss, gehören
- Efavirenz (Sustiva®), folgende Proteaseinhibitoren (einige davon ggf. in Kombination mit Ritonavir (Norvir®)) - Atazanavir (Reyataz®) - Lopinavir/r (Kaletra®) - Saquinavir (Invirase®) - Darunavir (Prezista®) - Nelfinavir (Viracept®) - Indinavir (Crixivan®) - Rifampicin (Rifa®, Eremfat®) - Rifabutin (Mycobutin®, Alfacid®) - Clarithromycin (z.B. Klacid®) - Telithromycin (Ketek®) - Itraconazol (Sempera®, Siros®) - Ketoconazol - Fluconazol (z.B. Diflucan®)
Fuzeon Namen: T-20, Enfuvirtid, Fuzeon ™
Dosierung: Fuzeon ist ausschließlich durch subkutane Injektion anzuwenden
Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahre: Die empfohlene Dosis von Fuzeon ist 90 mg zweimal täglich appliziert durch subkutane Injektion in den Oberarm, in den vorderen Oberschenkel oder in den Bauch
Häufige Nebenwirkungen: Lokale Reaktionen an der Injektionsstelle, grippeähnliche Beschwerden
Seltene Nebenwirkungen: Über Langzeit Nebenwirkungen von Fuzeon ist bis jetzt noch nichts bekannt
Resistenz: Eine alleinige Gabe von Fuzeon führ sehr schnell zur Bildung von Resistenzen
Häufigste Interaktionen: Bisher keine bekannt
Achtung, die o. g. Informationen ersetzen NICHT das persönliche Gespräch mit einem auf HIV spezialisierten Arzt! Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren behandelnden Arzt! Adressen von HIV-Schwerpunktpraxen finden Sie hier. |